Es gibt nicht mehr allzu viele Menschen die in der Lage sind Sütterlin zu lesen bzw. zu übersetzen, zumal je nach Handschrift die Schrift sehr unterschiedlich aussehen kann. Weitere Schwierigkeiten sind häufig der Zustand der Dokumente sowie ein heute nicht mehr gebräuchliches Vokabular. Sütterlin zu übersetzen ist also richtig Arbeit!

Wo kann ich meine Dokumente übersetzen lassen?


Bei kleineren Texten und Briefen bin auch ich in der Lage Übersetzungen anzufertigen. Allerdings nur in geringem Umfang und zeitlich flexibel, aber natürlich kostenlos! Mich können Sie über folgende Email erreichen: info[at]deutsche-suetterlinschrift.de

Probieren Sie es selbst aus


Briefe in SuetterlinWenn Sie nicht so lange warten wollen, kann ich Ihnen nur ans Herz legen sich selbst einmal an einer Übersetzung zu versuchen! Ich finde es ist eine spannende Beschäftigung, die erstaunliches zu Tage fördern kann und nebenbei noch Spaß macht.

Die Vorgehensweise und die benötigten Utensilien sind hierbei recht simpel. Sie brauchen eine Übersicht des Sütterlin-Alphabets mit Groß- und Kleinbuchstaben, mehrere Blätter und einen Stift;-). Hilfreich ist unter Umständen auch noch eine Lupe. Die Übersetzung eines Textes kann man mit Sudoku oder einem Puzzle vergleichen. Ich beginne immer mit den kurzen Wörtern (Artikel, Personalpronomen etc.), diese sind zwar nicht essentiell für die Übersetzung, helfen aber bei der Bestimmung des darauffolgenden Wortes und bescheren außerdem ein schnelles Erfolgserlebnis.

Auch die Satzzeichen sollte man nicht außer Acht lassen, da sie die Struktur des Satzes abbilden. Bei längeren Wörtern beginnt man am besten mit den Großbuchstaben bzw. mit dem Wortanfang. Hat das geklappt kann man sich mit dem Wortende (hier sind Endungen mit en, em, er oder eu besonders schwierig) bzw. mit herausstechenden Buchstaben beschäftigen. Das Schwierigste ist meisten die Wortmitte, die man allerdings, sofern die vorherigen Schritte funktioniert haben, fast erraten kann. Der Rest ist im Endeffekt ein Lückentext.

Zum reinen Verständnis des Textes ist eine vollständige Transkription bis auf das letze Wort meistens nicht notwendig, auch wenn der Ehrgeiz es vielleicht verlangt. Nach der wortwörtlichen Transkription kann man das Dokument noch in die heutige Alltagssprache übertragen und ungebräuchliche Wörter oder Formulierungen ausmisten und fertig ist die Übersetzung.